13.1 Das ARIS-Konzept |
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Das ARIS-Konzept ist eine Architekturempfehlung für die IT und ein Vorschlag für die Vorgehensweise bei der Gestaltung einer IT. Es wurde von Scheer schon in den 1970er-Jahren vorgestellt, hat aber bis heute seine Aussagekraft nicht verloren. Es ist in zahlreichen seiner Veröffentlichungen beschrieben (beispielhaft [Scheer 1997]. Wegen seiner großen Bedeutung - nicht nur in theoretischer sondern auch in praktischer Hinsicht - soll es hier kurz vorgestellt werden [Anmerkung] . |
Architektur integrierter Informations- |
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Das ARIS-Konzept ist prozesszentriert, d.h. es empfiehlt die Wahrnehmung der betrieblichen Realität als ein zielgerichtetes Miteinander von Geschäftsprozessen. Gegenstand ist - wie oben schon angemerkt - die IT, genauer: deren Gestaltung. |
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Komponenten |
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Folgende Komponenten definiert Scheer in seinem Konzept: |
Sichten |
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Er nennt sie Sichten, weil ihr Gegenstand jeweils eine bestimmte Sicht auf die IT einer Organisation darstellt. Die Datensicht erfasst die Zustände und Ereignisse, die durch Daten repräsentiert werden. Gemeint sind die Daten der Datenbank, die mithilfe eines Datenmodells erstellt wurden. Das von Scheer hierfür vorgeschlagene Werkzeug sind ER-Modelle. |
Datensicht |
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Mit Funktionssicht bezeichnet er die auszuführenden Funktionen und deren Zusammenhang. Hierzu gehört die Beschreibung der Funktion, die Aufzählung der einzelnen Teilfunktionen sowie die zwischen den Funktionen bestehenden Anordnungsbeziehungen. Erfasst werden sie z.B. durch Funktionsbäume. |
Funktionssicht |
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Bearbeiter und Organisationseinheiten machen die Organisationssicht aus. Das Darstellungsmittel sind hier z.B. Organigramme. Eine moderne Sichtweise muss an dieser Stelle Nutzer von Software und die genutzten Anwendungsprogramme anführen, da heutzutage ja oft keine Benutzer mehr vorhanden sind. |
Organisationssicht |
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Mit dem Begriff Ressourcensicht sind die Komponenten der Informationstechnik gemeint. Sie zielt somit auf die konkrete Hardware und Software. |
Ressourcensicht |
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Den integrativen Aspekt betont wiederum die Steuerungssicht. Sie soll die Verbindung zwischen den anderen Sichten deutlich machen. Zentral ist hier die Geschäftstätigkeit, der letztendlich alle übrigen Ressourcen dienen. Die zentrale Modellierungstechnik ist hier die Ereignisgesteuerte Prozesskette. |
Steuerungssicht |
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In der Leistungssicht, die in den ersten Jahren nicht ins Konzept integriert war, die Scheer später ergänzt hat, sind die unterschiedlichen Leistungsarten wie Sach-, Dienst- und Informationsleistungen zusammengefasst. |
Leistungssicht |
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Insgesamt empfiehlt der Ansatz somit, neben der integrierten Betrachtung der Geschäftsprozesse auch den durch die Sichten spezifizierten. Diese entsprechen im Übrigen den überkommenen Vorgehensweisen, wo natürlich auch Datenstrukturen, Organisationsstrukturen, usw. analysiert wurden. Diese Komponenten ordnete er so an, wie es die folgende Abbildung zeigt, und stellt damit die Sichten in Beziehung: Ausgangspunkt ist die Steuerungssicht (die Geschäftsprozesse), von diesen ausgehend sollen die Datensicht (Datenbanken), Funktionen (Anwendungen) und die Organisationsstruktur gestaltet werden. |
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Die Ressourcensicht war ja oben nicht dabei. Sie kommt jetzt, bei der Definition einer zweiten wichtigen Dimension - den Beschreibungsebenen - wieder zum Konzept dazu. In dieser zweiten Dimension drückt er aus, dass die in den Sichten stattfindenden Aktivitäten eine unterschiedliche Nähe zur Informationstechnik haben. Die drei Ebenen sind wie folgt benannt: |
Beschreibungsebenen |
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Mit dem Begriff Fachkonzept beschreibt Scheer so etwas wie die Semantik eines Anwendungsbereichs, die natürlich umfassend beschrieben werden muss: |
Fachkonzept |
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"Deshalb wird in einem Fachkonzept das zu unterstützende betriebswirtschaftliche Anwendungskonzept in einer soweit formalisierten Sprache beschrieben, dass es Ausgangspunkt einer konsistenten Umsetzung in die Informationstechnik sein kann." [Scheer 1998a, S. 15]. |
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Das Fachkonzept ist von besonderer Bedeutung, da es "langfristiger Träger des betriebswirtschaftlichen Gedankengutes ist" (ebenda S. 16) |
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Im DV-Konzept wird das Fachkonzept in die "Kategorien der DV-Umsetzung" übertragen. Anstelle von Funktionen treten die sie ausführenden Modelle oder Benutzertransaktionen. Somit handelt es sich um eine "Anpassung der Fachbeschreibung an die generellen Schnittstellen der Informationstechnik" (ebenda, S. 15). |
DV-Konzept |
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Mit der dritten Ebene, der Technischen Implementierung, ist die konkrete technische Implementierung der Datenverarbeitung gemeint. |
Technische Implementierung |
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Scheer verknüpft nun die zwei Dimensionen (Sichten und Beschreibungsebenen) seines Ansatzes und schlägt vor, in jeder Sicht diese drei Ebenen zu unterscheiden. Die graphische Repräsentation dieser Überlegung zeigt die folgende Abbildung. |
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Über der Abbildung ist die Realwelt, die z.B. aus den Strukturen und Abläufen eines Unternehmens besteht, als Betriebswirtschaftliche Problemstellung miteingefügt. Zusammengefasst schlägt dieser theoretische Ansatz somit vor, bei der Analyse und Gestaltung Computergestützter Informationssysteme die Sichten zu unterscheiden und in diesen jeweils die drei Ebenen der DV-Gestaltung. |
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Damit lassen sich, wie auch die Abbildung zeigt, in der ARIS-Architektur 13 Bereiche unterscheiden, wenn man die Betriebswirtschaftliche Problemstellung mit dazu nimmt. Für jeden dieser Bereiche stellt Scheer geeignete Methoden für den Aufbau und die Analyse des Informationssystems vor. Im Rahmen dieser Arbeit sind davon nur die der Fachkonzeptsebene von Interesse, weil diese die Abbildung der betrieblichen Weltausschnitte in die Software zum Gegenstand haben. |
Methoden |
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Für die Betriebswirtschaftliche Problemstellung schlägt Scheer Vorgangskettendiagramme (VKD) vor. Nach den Erfahrungen des Verfassers wird in der Praxis in dieser Phase allerdings meist nicht zu formalen Techniken, sondern zu textlichen Beschreibungen gegriffen. |
Betriebs- |
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Vorgangskettendiagramme und Hinweise für deren Aufbau finden sich in [Scheer 1997]. Vgl. zum Beispiel die dortige Abbildung A.II.01 für ein Soll-Konzept einer Kundenauftragsbearbeitung. In [Scheer 1997] dienen Vorgangskettendiagramme auch zur überblicksartigen Einführung neuer Geschäftsprozesse. |
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Auf Fachkonzeptsebene schlägt Scheer für die Funktionssicht Hierarchiediagramme (Funktionsbäume) vor. Die Zerlegung soll dort enden, wo Funktionen erreicht werden, die in einem Arbeitsablauf bearbeitet werden (Elementarfunktionen). Funktionsbäume sind statisch, d.h. die Reihenfolge in der die Teilfunktionen abgewickelt werden, ist nicht ersichtlich. Für die Organisationssicht empfiehlt er Organigramme. Als Verknüpfungsart zwischen Organisationseinheiten wird die Weisungsbefugnis gewählt. Für die Datensicht wählt er ER-Modelle, mit einigen Änderungen gegenüber der Standardterminologie. Die Steuerungssicht wird u.a. durch Prozessmodelle erfasst. |
Beschreibungs- |
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"ER" steht für Entity Relationship. ER-Modellierung stellt den wichtigsten Ansatz in der sog. Semantischen Datenmodellierung dar. Vgl. diese Webseite. |
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Viele heute wichtige Methoden fehlen hier: die gesamte objektorientierte Theorie, seien es nun Klassendiagramme für die statischen Aspekte des Anwendungsbereichs oder die dynamischen Komponenten (Anwendungsfälle, Aktivitäten, Sequenzen, Automaten, ...) für die Modellierung von Abläufen, Prozessen und Automaten. Vgl. [Staud 2019] für eine Beschreibung. Ebenso muss man heute natürlich die ganz neuen Methoden, wie z.B. BPMN, ergänzen. Sie waren bei der Abfassung dieser Texte noch nicht präsent. |
Defizite aus heutiger Sicht |
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13.2 Glossar |
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Ablauforganisation |
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"Unter Ablauforganisation versteht man die Gestaltung von Arbeitsprozessen. ... Man unterscheidet |
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Aufbauorganisation |
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Mit Aufbauorganisation ist die Zerlegung der Gesamtaufgabe einer Organisation in Teilaufgaben angesprochen. Die Zerlegung muss so erfolgen, dass ein effektives Zusammenwirken bei der Abwicklung konkreter Geschäftsprozesse möglich ist. Mit diesem Begriff bezeichnet man die entstehende Organisationsstruktur als solche wie auch die Tätigkeit des Organisierens selbst: |
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Bewegungsdaten |
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"Die Bewegungsdaten lassen sich in Transferdaten, die Vormerkdaten und die Archivdaten untergliedern. ... Transferdatenbestände enthalten solche Daten, die von einem Programm generiert oder bearbeitet wurden und nun einem anderen geliefert werden. ..." [Mertens 2013, S. 40] |
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Computer Integrated Manufacturing (CIM) |
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CIM bezeichnet eine sehr enge Abstimmung von betriebswirtschaftlicher und technischer Informationsverarbeitung im Fertigungssektor, berücksichtigt aber auch Produkt- und Prozessentwicklung, Vertrieb, Versand und Rechnungswesen. Ziel ist die Integration aller fertigungstechnischen Arbeitsabläufe sowie aller betriebswirtschaftlich-organisatorischen Dispositions- und Steuerungsaufgaben. |
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Customer Relationship Management (CRM) |
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Customer Relationship Management (Kundenbeziehungsmanagement, CRM). CRM betrifft Informations- und Kommunikationssysteme für die Pflege und Durchführung von Kundenkontakten sowie die Frage der Integration dieser Software in das sonstige IKS des Unternehmens. Ausgangspunkt für diese Überlegungen ist somit der Kunde bzw. der Kontakt mit ihm. |
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ERP-Software |
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ERP steht für Enterprise Resource Planning. Mit ERP-Software ist integrierte prozessorientierte Standardsoftware gemeint, die meist auf einer integrierten Hardware (mit Client-Server-Architektur) betrieben wird. Sie deckt in der Regel den gesamten Bereich der kaufmännischen Anwendungen ab (also z.B. Personal, Finanzen, Rechnungswesen, Logistik, Transport, Produktionsplanung usw.) und in diesen auch die Anforderungen der unteren und mittleren Managementebenen. |
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Geschäftsobjekte |
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In Zusammenhang mit Geschäftsprozessen spricht man auch von Geschäftsobjekten (Business Objects). Damit sind betriebswirtschaftlich relevante Objekte gemeint. Es handelt sich immer um Informationsträger mit Eigenschaften (Attributen) und einem Verhalten (bzw. zulässigen Veränderungen), beispielsweise um Rechnungen mit Attributen, wie Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Rechnungsempfänger usw., die bezahlt oder storniert werden können. |
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Graph, Graphentheorie |
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Für die Beschreibung im Rahmen des Kontrollflusses benutzen auch die UML-Autoren Begriffe der Graphentheorie. Hier vor allem zwei: |
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Istanalyse |
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Detaillierte Bestandsaufnahme der bestehenden Prozesse für unterschiedliche Zwecke (Optimierung, Qualitätsmanagement, Vorbereitung der Einführung einer ERP-Software, ...). |
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Kernkompetenz |
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Der Begriff Kernkompetenz ist verbunden mit dem der (=>)Kerngeschäftsprozesse. Damit sind die besonderen Fähigkeiten gemeint, durch die Kernprozesse realisiert werden. Kernkompetenzen liegen bei den einzelnen Mitarbeitern vor und entstehen durch das Zusammenwirken von Mitarbeitern (in Abteilungen, Projekten oder sonst wie). |
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Kern(geschäfts)prozesse, Supportprozesse |
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Einige Geschäftsprozesse spielen eine besondere Rolle im Unternehmen. Es sind zentrale Prozesse, mit denen die Hauptleistung erbracht wird, in die die meisten Ressourcen einfließen und mithilfe derer die eigentliche (=>)Wertschöpfung erfolgt. Sie werden Kernprozesse genannt. Alle übrigen werden als unterstützende Prozesse bzw. (=>)Supportprozesse bezeichnet. Sie sind nicht direkt wertschöpfend, aber notwendig, um die Kernprozesse ausführen zu können. Die Bezeichnung ist nicht abwertend gemeint. Ohne Supportprozesse gibt es keine Kernprozesse. |
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Lifecycle Management , Product Lifecycle Management (LCM, PLM) |
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Lifecycle Management (LCM). "Lifecycle" meint hier den Produktlebenszyklus, also alle Phasen, die ein Produkt im Lauf seiner Existenz erlebt (deshalb auch häufig: Product Lifecycle Management, PLM). Ausgangspunkt für LCM ist die Vorstellung, alle diese Phasen integriert durch entsprechende Informationssysteme zu begleiten, d.h. alle im Produktlebenszyklus anfallenden Arbeits- bzw. Prozessschritte zu integrieren: |
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Nebenläufigkeit |
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"Haben zwei Aufgaben weder eine direkte noch eine indirekte Verbindung, so sind sie nebenläufig, d.h., sie können nacheinander oder nebeneinander ablaufen." [Österle 1995, S. 95] |
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Organisationseinheit |
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Eine Organisationseinheit ist eine Zusammenfassung von einer oder mehreren Stellen zu einem selbständigen Teil der Organisationsstruktur eines Unternehmens. |
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Porter |
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Das Denken in Geschäftsprozessen hat viele Urheber, schließlich basiert es letztlich auf den Konzepten, die bei der Analyse der Ablauforganisation entwickelt wurden. Einer zählt mit Sicherheit dazu, Porter mit seinem Wertkettenmodell: |
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Proprietäre Systeme |
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Damit sind Systeme der IT gemeint, bei denen die herstellenden Unternehmen die Architektur ihrer Hardware und/oder Software geheim halten. Auch die der Schnittstellen. Dies macht die Integration der einzelnen Aufgaben in Richtung Prozessfluss sehr schwierig. Mehr noch gilt dies für die Verknüpfung der Geschäftsprozesse verschiedener Unternehmen. Proprietäre Systeme sind heute ein Relikt der IT-Vergangenheit. Heute liegen in der Regel offene Schnittstellen und Architekturen vor. |
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Referenzmodelle |
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Im Bereich der Betriebswirtschaftlichen Standardsoftware oder ERP-Software ist damit ein abstraktes (nicht auf ein bestimmtes Unternehmen bezogenes) Modell der Unternehmensrealität gemeint. Dabei werden heute, in Anlehnung an die Arbeiten von Scheer, Modelle bzgl. der Datenbanken, der Organisationsstrukturen, der Funktionen (Tätigkeiten) und der Geschäftsprozesse unterschieden. Hier ist dann auch von Unternehmensmodellierung die Rede. |
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Sollmodellierung, Sollprozesse |
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Aufbauend auf der Istmodellierung und den dabei entdeckten Schwachstellen (und weiterer Schwachstellenanalysen) kann die Erstellung von Prozessmodellen erfolgen, in denen die Schwachstellen beseitigt sind. Dies wird Sollmodellierung genannt, die dabei entstehenden Geschäftsprozesse heißen Sollprozesse. Näheres hierzu findet sich in [Speck und Schnetgöke 2005, S. 185] |
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Stammdaten |
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Stammdaten sind Teil der Datenbestände (betriebswirtschaftliche und technische), die ein Unternehmen zur informationellen Absicherung benötigt, und zwar der Teil, der nur in Ausnahmefällen verändert wird. |
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Stellen |
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Stellen sind die kleinsten organisatorischen Einheiten im Unternehmen. |
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Supply Chain Management (SCM) |
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Supply Chain Management (SCM). SCM betrifft die Informationssysteme, mit deren Hilfe die logistischen Versorgungsketten über Unternehmensgrenzen hinweg erfasst und integriert werden sollen. Ausgangspunkt ist hier die Leistungserbringung. |
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Supportprozesse |
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(=>)Kern(geschäfts)prozesse |
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Vorgehensmodelle |
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[Bullinger und Fähnrich 1997, S. 11] definieren wie folgt: "Vorgehensmodelle legen für die Aktivitäten, die im Rahmen der Tätigkeit softwareproduzierender Einheiten (SPEs) notwendig sind, deren wechselseitige Beziehungen fest und geben vorgeschriebene Reihenfolgen an." Sie bringen auch gleich ein Beispiel: "Das Wasserfallmodell ist das bekannteste Modell zur Softwareentwicklung; es bildet den gesamten Lebenszyklus einer Software durch sequentielle Unterteilung in Phasen ab." |
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Wertschöpfung |
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Eigentlich bedeutet Wertschöpfung: "Beitrag, den ein Unternehmen zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt" [Schneck 1998, S. 779]. |
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Wertschöpfungskette |
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Der Begriff Wertkette oder Wertschöpfungskette (value chain) geht auf Porter zurück (vgl. [Porter 1985], [Porter 1998]). Die Wertschöpfungskette besteht aus neun Firmenaktivitäten, die zur Herstellung und Wertsteigerung eines Produkts beitragen (einschließlich der Realisierung einer Gewinnspanne). Grob sind die Firmenaktivitäten unterteilt in ausführende Aktivitäten (auch primäre genannt), die direkt mit Herstellung, Vertrieb, usw. verbunden sind (z.B. Beschaffung, Vertrieb, Produktion) und sekundäre, mit denen die ausführenden unterstützt werden (Finanzwesen, Controlling, Personalwesen, usw.). Es versteht sich, dass Wertschöpfungsketten auch Geschäftsprozesse sind (vgl. auch [Keller und Teufel 1997, S. 43], [Stahlknecht 1995, S. 235] sowie für eine Kurzdarstellung [Schneck 1998, S. 779]). |
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